Vollmachten

1. Die Vollmacht

Nicht immer, wenn ein Erwachsener nicht mehr voll geschäftsfähig ist muss gleich ein Betreuer bestellt werden. Wenn nämlich die Angelegenheiten des Betroffenen auch durch eine bevollmächtigte Person ausreichend besorgt werden, kann auf dieses formelle vormundschaftsgerichtliche Verfahren verzichtet werden.

Das liegt nicht nur im Staatsinteresse, sondern auch häufig im Interesse der zu betreuenden Personen selbst. Die Vollmacht hat nämlich Vorteile:

  • Der Bevollmächtigte arbeitet in der Regel kostenlos, weil meist Angehörige oder Vertrauenspersonen bevollmächtigt werden.

  • Außerdem ist ein Vollmachtswiderruf jederzeit möglich, solange der Vollmachtgeber noch geschäftsfähig ist.

Ein eventuelles Missbrauchsrisiko lässt sich mit einigen Sicherheitsmaßnahmen begrenzen. So kann zum Beispiel ein zweiter Bevollmächtigter eingesetzt werden, der als so genannter Überwachungsvertreter nur im Konfliktfall tätig wird und nur dann, wenn der eigentliche Vertreter den Anweisungen nicht folgt.

Folgendes sollten Sie noch wissen: Die Vollmacht kann für alle Rechtsgeschäfte erteilt werden; deshalb die Bezeichnung Generalvollmacht. Sie lässt sich aber auch auf einzelne Geschäfte als so genannte Einzelvollmacht beschränken. Typische Beispiele sind die Bankvollmacht und die Postvollmacht.

Deshalb werden bei einer Vorsorgevollmacht sinnvollerweise in der Regel auch die medizinischen Heilbehandlungsmaßnahmen mit umfasst. Häufig werden auch über den Tod hinausgehende Wünsche ebenfalls mit aufgenommen.

Eine bestimmte Form ist für alle Vollmachtsarten nicht vorgeschrieben. Banken und Behörden akzeptieren aber oft nur notariell beurkundete oder beglaubigte Vollmachten.

Die Kosten hierfür richten sich nach dem Vermögen des Vollmachtgebers, über das der Bevollmächtigte verfügen kann. Das sind zum Beispiel bei einem Vermögen von 300.000,00 €. Gebühren in Höhe von 507,00 €.

Wenn Sie die Vollmacht nur für den Fall der Betreuungsbedürftigkeit brauchen, also als Vorsorgevollmacht, können Sie mit geringeren Kosten rechnen. Hier ist die Hälfte der Gebühr angemessen (vgl. LG Osnabrück, Beschluss v. 27.6.1996, FamRZ 1997, 832).

Sie können sich auch bei beiden Arten der Vollmacht darauf beschränken, nur die Unterschrift beglaubigen zu lassen, dann brauchen Sie nur ein Viertel der Beurkundungsgebühr zu bezahlen. Das reicht aber nicht aus, wenn die Vollmacht auch Grundstücksgeschäfte umfassen soll.

2. Vollmachtvorlagen

Nutzen Sie daher unsere interaktiven Vordrucke zur Generalvollmacht, Postvollmacht und Einzelvollmacht.

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