Das eigene Erbe gemeinützig weitergeben - eine echte Alternative?

1. Mit dem Erbe Gutes tun?

2,6 Billionen Euro werden voraussichtlich bis 2020 in Deutschland vererbt. Doch nicht jeder kann oder will sein Vermögen ausschließlich seinen Nachkommen hinterlassen. Viele Menschen möchten der Gesellschaft etwas zurückgeben. In dem Wunsch, einen guten Zweck zu bedenken, sehen sie ein großes Potenzial für das Gemeinwohl. Dies wirft die Frage auf, ob es sin diesen Fällen sinnvoll ist, "gemeinnützig" zu vererben. Und: Wie geht das überhaupt?

1.1 Wer gemeinnützig vererben möchte, braucht ein Testament

Nur ein Testament oder Erbvertrag setzt eine gesetzliche Erbfolge außer Kraft und ermöglicht individu-elle Gestaltungsfreiheit. Wichtig: Richtig aufbewahrt ist ein Testament dort, wo es sicher und schnell gefunden wird. Ratsam ist auch die Hinterlegung beim Amtsgericht.

1.2 Die passende gemeinnützige Organisation finden

Wer mit seinem Erbe Gutes bewirken möchte und sich nicht schon zu Lebzeiten für eine gute Sache eingesetzt hat, steht womöglich vor der Wahl. Die Empfehlung: In aller Ruhe darüber nachdenken, was im eigenen Leben wichtig war. Krankheiten, schwierige Zeiten, besondere Begegnungen oder Glücksmomente prägen und formen oft auch das, was bleiben soll.

1.3 Auf Transparenz achten

Arbeitet die Organisation transparent und setzt sie die Mittel gewissenhaft ein? Ein genauer Blick zum Beispiel in den Jahresbericht gibt Sicherheit, ob das Erbe in gute Hände gelangt. Auch ein persönli-ches Gespräch vermittelt einen guten Eindruck.

1.4 Gemeinnützige Organisationen sind von der Erbschaftssteuer befreit

Der Staat würdigt gesellschaftliches Engagement. Auch bei Testamenten und Schenkungen sind Or-ganisationen, die das Finanzamt als gemeinnützig anerkennt, von der Erbschafts- bzw. Schenkungs-steuer befreit. Egal, ob der Nachlass groß oder klein ist - er dient der guten Sache.

1.5 Den Angehörigen Sicherheit geben

Jeder kann mit einem Testament frei über die Aufteilung seines Vermögens bestimmen. Der Gesetz-geber garantiert Ehe- und eingetragenen Lebenspartnern, Kindern, Adoptivkindern und Eltern aber ei-nen Anspruch auf den Pflichtteil, also auf eine gesetzliche Mindestbeteiligung am Erbe. Das Gespräch mit den Angehörigen gibt allen Seiten Sicherheit.

2. Wo kann ich mich über "gemeinnütziges Vererben" informieren?

Eine Möglichkeit, Unterstützung und Beratung zum Thema "Gemeinnütziges Vererben" zu bekommen, bietet die Initiative "Mein Erbe tut Gutes".

Zu der Initiative "Mein Erbe tut Gutes. Das Prinzip Apfelbaum" haben sich 2013 namhafte gemeinnützige Organisationen zusammengeschlossen. Ihr Ziel ist es, die Möglichkeit, mit einem Testament ei-nen guten Zweck zu unterstützen, stärker ins Bewusstsein zu rücken.

Mitglieder der Initiative sind: Ärzte ohne Grenzen, DAHW Deutsche Lepra-und Tuberkulosehilfe, Deutsche Alzheimer Gesellschaft, Deutsche Herzstiftung, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Greenpeace, Heinz Sielmann Stiftung, Johanniter-Unfall-Hilfe, Stiftung Menschen für Menschen, SOS Kinderdörfer welt-weit, Vier Pfoten, Weisser Ring, Deutsche Welthungerhilfe, World Vision Deutschland.

Um unabhängige Rechtsberatung vermitteln zu können, kooperiert die Initiative mit dem Fachverband Deutsche Vereinigung für Erbrecht und Vermögensnachfolge e.V.

Mehr Informationen dazu finden Sie hier: www.mein-erbe-tut-gutes.de.

Eine kostenlose Broschüre zum gemeinnützigen Vererben erhalten Sie via Mail an: info@mein-erbe-tut-gutes.de. Oder Sie bestellen per Telefon unter: 030/29 77 24 36.

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Rechtstipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Rechtstipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.