Testamentsvollstrecker darf nicht beleidigend werden

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Ein Testamentsvollstrecker, der sich grob beleidigend über einen Erben äußert, handelt pflichtwidrig und ist auf Antrag vom Nachlassgericht zu entlassen.

Ein Testamentsvollstrecker hatte in größerer Runde anlässlich eines gerichtlichen Termins, der den Nachlass betraf, die Behauptung einer früheren Partnerin des Erblassers wiederholt, die Witwe habe sich auf eine sexuelle Beziehung mit dem Erblasser nur aus finanziellen Gründen eingelassen. Daraufhin beantragte die Witwe beim Nachlassgericht, den Testamentsvollstrecker zu entlassen. Mit Erfolg.

Das Landgericht Berlin stellte hierzu fest: Ein Testamentsvollstrecker kann entlassen werden, wenn ein wichtiger Grund vorliegt, etwa bei einer groben Pflichtverletzung oder Unfähigkeit – doch auch, wenn anzunehmen ist, dass der Erblasser den Testamentsvollstrecker bei Kenntnis von dem Verhalten nicht ernannt hätte. Bei einer Ehrverletzung ist dies anzunehmen. (KG Berlin, Urteil vom 2.11.2015, 6 W 112/15 ).

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