Ein Miterbe kann gegen Dritte nur alleine gerichtlich vorgehen, wenn die anderen nicht widersprechen

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Ein Miterbe kann eine Nachlassforderung dann nicht gerichtlich durchsetzen, wenn die Miterben der gerichtlichen Geltendmachung ausdrücklich widersprochen haben.

Ein Erbe wollte Ansprüche aus dem Nachlass seines verstorbenen Bruders gegen einen Dritten gerichtlich geltend machen. Er war jedoch nicht Alleinerbe, sondern Miterbe neben zwei weiteren Personen. Diese hatten der gerichtlichen Geltendmachung der Ansprüche ausdrücklich widersprochen.

Die Richter am Oberlandesgericht Frankfurt wiesen deshalb die Klage des Bruders als unzulässig zurück. Grundsätzlich steht einem Miterben zwar das Recht zu, Ansprüche aus dem Nachlass auch allein gerichtlich geltend zu machen und die Leistung an alle Miterben zu verlangen (§ 2039 BGB). Hier stellte das Gericht jedoch fest, dass die alleinige Geltendmachung dann nicht zulässig ist, wenn die übrigen Miterben dem ausdrücklich widersprochen haben. Dann fehlt es an der Prozessführungsbefugnis(OLG Frankfurt, Beschluss vom 23.3.2012, 19 W 2/12).

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