Sportunfall: Zum Haftungsrisiko, wenn "Alte-Herren-Mannschaften" auflaufen

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Nicht nur bei den Profis geht es mitunter hart zu Sache. Was gilt, wenn im Amateurbereich ein Mitspieler durch ein Foulspiel eines Gegenspielers verletzt wird? Antwort: Es gelten auch hier die Grundsätze der Haftungsbeschränkung.

Bei einem Freundschaftsspiel zwischen zwei "Alte-Herren-Mannschaften" wurde ein Mitspieler durch ein mit einer gelb-roten Karte geahndetes Foulspiel eines Gegenspielers verletzt. Er verlangte daraufhin Schadensersatz (d. h. Ersatz der Heilbehandlung und Verdienstausfall) und Schmerzensgeld - ohne Erfolg.

Das Saarländische Oberlandesgericht bestätigte, wer als Amateursportler seinen Gegner verletzt, schuldet nur bei vorsätzlichem oder grob fahrlässigem Verhalten Ersatz. Denn die Teilnehmer eines Fußballspiels vereinbaren stillschweigend eine Haftungsbeschränkung für vorsätzliches und grob fahrlässiges Verhalten. Das gilt auch für Sportwettkämpfe im Amateurbereich. Denn bei einem Wettkampfsport wissen die Beteiligten, worauf sie sich einlassen.

Ausnahme: Ersatz gibt es, wenn die Regeln in ungewöhnlich hohem Maße missachtet werden und das Verhalten des Gegenspielers unentschudlbar ist. Leichte oder mittlere Fahrlässigkeit genügen aber auch bei einem "Altherren-Fußballspiel" nicht (OLG Saarland, Urteil vom 12. 8. 2010, Az. 5 U 492/09-110).

 

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