Schmerzensgeld für Nasenverletzung auf einer Kreuzfahrt, aber keinen Ersatz für entgangene Urlaubsfreude

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Verletzt ein Steward auf einer Kreuzfahrt einen Passagier durch einen Stoß mit einem Tablett, kann der Reisende Schmerzensgeld verlangen. Allerdings rechtfertigt eine Nasenwunde keine Entschädigung wegen vertanen Urlaubs – selbst wenn der Urlauber aufgrund der Verletzung nicht mehr baden gehen kann.

Eine Passagierin wurde während einer Kreuzfahrt von einem Steward verletzt. Dieser stieß der Frau unglücklich ein Tablett auf die Nase und verletzte sie. Eine blutende und schmerzende Risswunde war die Folge. Die Frau litt zudem zwei Tage unter Schmerzen, Übelkeit und Schlaflosigkeit und durfte nicht mehr baden gehen. Sie verlangte deshalb vom Veranstalter Schmerzensgeld und Entschädigung wegen entgangener Urlaubsfreude.

Das Amtsgericht Rostock entschied, für die fahrlässige Nasenverletzung durch den Steward kann die Frau ein Schmerzensgeld in Höhe von 300,00 € verlangen. Die Folgen der Verletzung gingen hier über leichte Platz- oder Schürfwunden oder einen unerheblichen Bluterguss hinaus. Solch kleinere Verletzungen können einen Reisemangel begründen, doch Schmerzensgeld gibt es dafür grundsätzlich nicht.

Für die fehlende Bademöglichkeit gibt es keinen Schadensersatz wegen vertanem Urlaub. Die Passagierin konnte lediglich nicht mehr im Pool und im Meer baden. Dies stellt eine nur unerhebliche Beeinträchtigung der Reise dar (AG Rostock, Urteil vom 25.10.2013, 47 C 135/13 ).

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