Rutschgefahr am Hotelpool zählt zum allgemeinen Lebensrisiko

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Ein Reiseveranstalter haftet nicht, wenn ein Hotelgast sich bei einem Sturz am Hotelpool verletzt. Der Reisende muss damit rechnen, dass es rund um den Pool nass ist und Rutschgefahr besteht. Ein Sturz auf nassen Fliesen gehört deshalb zum allgemeinen Lebensrisiko.

Ein Pauschalreisender rutschte auf dem Weg vom Hotelpool zur Toilette im Poolbereich aus und verletzte sich. Die Kopfwunde musste im Krankenhaus genäht werden.

Nach Urlaubsende verlangte er vom Reiseveranstalter Schadensersatz und Schmerzensgeld. Dieser habe seine Verkehrssicherungspflicht verletzt, weil am Pool keine Warnschilder auf die Rutschgefahr aufmerksam gemacht hätten. Zudem hätte die Matte gefehlt, die an den anderen Tagen im Poolbereich gelegen habe.

Das Amtsgericht München stellte sich jedoch auf die Seite des Reiseveranstalters: Ein Ausrutscher auf nassen Fliesen neben einem Hotelpool gehört zum allgemeinen Lebensrisiko, für das der Veranstalter nicht haftet.

Es liegt keine Verletzung der Verkehrssicherungspflichten vor: Fliesenboden und Nässe rund um einen Swimmingpool sind keine Besonderheiten, auf die eigens aufmerksam gemacht werden muss. Warnschilder waren deshalb nicht aufzustellen. Zudem konnte auch eine einzelne Matte die Rutschgefahr nicht bannen, die rund um den Hotelpool gleichermaßen bestand (AG München, Urteil vom 15.4.2014, 182 C 1465/14 ).

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