Reiserecht: Ausrutscher auf nassem Boden auf eigene Gefahr

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An Bord eines Kreuzfahrtschiffs muss mit einem nassem Boden gerechnet werden. Werden Hinweisschilder angebracht, müssen die Passagiere sich auf Rutschgefahr einstellen und sich entsprechen umsichtig bewegen.

Eine Urlauberin verunfallte auf einem Kreuzfahrtschiff. Sie kam von einem Außenpool und rutschte im Übergang von Außen- zu Innenbereich auf einer nassen Stelle im Treppenhaus aus. Dabei brach sie sich die rechte Hand und verlangte Schmerzensgeld vom Veranstalter. Der verwies jedoch auf die an der Unfallstelle aufgestellten Warnschilder, die auf die Rutschgefahr hinwiesen.

Das Amtsgericht Offenbach versagte der Passagierin das gewünschte Schmerzensgeld. Der Reiseveranstalter hat seine Verkehrssicherungspflichten erfüllt. Das Warnschild hat auf die Gefahr ausreichend hingewiesen. Die Frau hätte damit rechnen müssen, dass der Boden rutschig ist. Folge: Sie hätte besser aufpassen müssen (AG Offenbach, Urteil vom 27. 5. 2008, Az. 36 C 477/07, RRa 2008 S. 233).

Mehr über die Verkehrssicherungspflichten des Reiseveranstalters und seine Haftung erfahren Sie im "Reisemängel-ABC" in den "Rechtstipps", Gruppe 10.

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