Reiseleitung muss schlafende Reisende nur einmal wecken

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Auf dem Flughafen in Dubai schlief ein Teilnehmer einer Gruppenreise während eines Zwischen-Stops ein und verpasste deshalb seinen Anschlussflug. Die Kosten für den Ersatzflug musste er selbst tragen. Die Reiseleiterin hatte ihn rechtzeitig geweckt und auf den bevorstehenden Check-in hingewiesen.

Ein Reiseveranstalter stellte einem Kunden die Kosten für einen Ersatzflug in Höhe von 281 Euro in Rechnung. Der Mann hatte an einer Pauschalreise teilgenommen. Bei einem planmäßigen Zwischen-Stop in Dubai hatte die Reisegruppe gut sieben Stunden Aufenthalt. Der Mann trank dabei zu viel und verpasste seinen Anschlussflug, weil er verschlief. Der Reisende zeigte sich gegenüber der Forderung des Veranstalters uneinsichtig und weigerte sich, die Kosten für den Ersatzflug zu bezahlen. Er wollte darüber hinaus den Reisepreis erheblich mindern. Die Reiseleiterin habe ihn nicht geweckt, deshalb habe er den Flug verpasst und erhebliche Mehrkosten gehabt.

Vor dem Amtsgericht München unterlag der Pauschaltourist jedoch mit seinen Forderungen. Er trägt selbst die Schuld an dieser "Reisepanne" und kann deshalb den Reisepreis nicht mindern. Vielmehr muss er dem Veranstalter die Kosten des Weiterfluges ersetzen. Die Reiseleiterin hat ihre Betreuungspflichten erfüllt. Sie hat den Mann rechtzeitig vor dem Check-in geweckt. Obwohl er ihr sagte, er komme nach, war er gleich wieder eingeschlafen. Mehrmaliges Wecken oder weitere Kontrollen können aber nicht verlangt werden. Zumal jeder Reiseteilnehmer sich frei auf dem Flughafen bewegen und aufhalten durfte. So war jeder auch für sich verantwortlich (AG München, Urteil vom 18. 1. 2008, Az. 183 C 15864/07).

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