Rechte bei Flugausfällen aufgrund von Vulkanasche

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Der Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjalla legte bereits vor zwei Wochen den europäischen Luftraum komplett lahm. Aufgrund der Aschewolke wurden Flughäfen geschlossen, der Luftraum gesperrt, Flüge annulliert. Vulkanasche in der Luft sorgt nun erneut für Beeinträchtigungen im Flugreiseverkehr. Welche Rechte haben Sie als betroffener Passagier?

Die europäischen Fluggastrechte gelten auch bei einem solch ungewöhnlichen Naturereignis. Als Fluggast haben Sie Anspruch auf Rückzahlung ihrer Flugkosten oder auf kostenlose Umbuchung auf einen anderen Flugtermin. Zudem stehen Ihnen Betreuungsleistungen zu (z. B. Verpflegung, Telefonate, ggf. Hotelübernachtung mit Transfer zum Hotel). Weitergehende Schadensersatzpflichten etwa in Form von Ausgleichszahlungen treffen die Airlines jedoch nicht. Sie haften nicht für die Schließung der Flughäfen und Sperrungen des Luftraums.

Sind Sie als Pauschalreisender von Vulkanasche im Luftraum betroffen, gilt im Grundsatz: Die Kündigung
einer Pauschalreise wegen Sperrung des Luftraums ist nur zulässig, wenn sie sich bei einem späteren Antritt nicht mehr lohnt (z. B. bei einer Kurzreise). Verzögert sich der Abflug bei längeren Reisen lediglich um einen oder zwei Tage, wäre dies ein Grund, den Reisepreis anteilig zu mindern.

Auf der Homepage des Bundesjustizministeriums (www.bmj.de) finden Sie in ein ausführliches Informationsblatt zu Ihren Rechten bei Flugausfall aufgrund Vulkanasche - sei es als Indiviudalreisender, sei es als Pauschaltourist.

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