Online-Buchung eines Fluges muss auch kostenlos möglich sein

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Ein Online-Buchungsportal für Flüge muss mindestens eine gängige Zahlungsmethode kostenlos anbieten. Unzulässig ist es, dafür nur Visa Electron oder eine eigene Kreditkarte bereitzustellen.

Verbraucherschützer monierten die Ausgestaltung der Bezahlmethoden für die Online-Buchung von Flügen über das Portal billigfluege.de, insbesondere wurden für Kreditkartenzahlungen erhebliche Gebühren in Höhe von 9,90 € verlangt.

Diese Servicepauschalen seien unzulässig. Auf dem Portal würde keine gängige und zumutbare kostenlose Zahlungsart angeboten. Lediglich bei Zahlung mit der billigfluege.de MasterCard Gold oder Visa Electron sollte den Kunden die Zahlungspauschale erstattet werden. Darauf wurde durch "Sternchen-Hinweise" aufmerksam gemacht. Bei beiden Karten handle es sich jedoch um Kreditkarten, die auf dem deutschen Markt nicht weit verbreitet sind.

Das Landgericht Leipzig schloss sich dieser Rechtsauffassung an: Die angebotenen kostenfreien Zahlungsmöglichkeiten sind weder gängig noch zumutbar. Die Kreditkarte Visa Electron ist unzumutbar, weil es sich dabei um eine gebührenpflichtige Guthabenkarte handelt, die erst aufgeladen werden muss. Für die Zahlung mit der billigfluege.de MasterCard Gold ist der Abschluss eines gesonderten Kreditkartenvertrages notwendig. Dieser Aufwand für eine kostenlose Zahlung ist für den Verbraucher nicht zumutbar. Der Portalbetreiber muss somit künftig eine kostenfreie Zahlungsmöglichkeit anbieten.

Das Gericht hielt außerdem die Gebühr von 9,90 € bei der Zahlung mit Kreditkarte für überhöht. Der Portalbetreiber darf nur das als Aufschlag verlangen, was ihm selbst an tatsächlichen Kosten durch die Nutzung der jeweiligen Zahlungsart entsteht (LG Leipzig, Urteil vom 14.7.2015, 05 O 3326/14 ).

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