Namensänderungen auf Reisetickets dürfen nicht zu viel kosten

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Eine Namenskorrektur auf einem bereits ausgestellten Ticket kostet häufig 100 % des Reisepreises oder mehr. Diese Wucherpreise standen nun auf dem Prüfstand - und fielen durch.

Der Verbraucherzentrale Bundesverband verklagte den Reiseveranstalter FTI Touristik. Dieser führte in den Buchungsbestätigungen folgende Klausel: Achtung: Bei Namensänderung können Mehrkosten von bis zu 100 % des Reispreises oder mehr anfallen.

Das bedeutet in der Praxis, dass Reisekunden teuer zur Kasse gebeten werden. Etwa im Fall, dass ein Erfassungsfehler zu korrigieren ist (z.B. Fehler in der Schreibweise) oder sich der Name des Reisenden nach einer Eheschließung vor Reisebeginn ändert. Aber auch für den Fall, dass Reisekunden von einem gesetzlich eingeräumten Recht Gebrauch machen. Nach § 651b BGB sind sie berechtigt, einen Ersatzreisenden zu stellen, der an ihrer Stelle die Reise antritt. Auch hier müssen die Reisetickets abgeändert werden.

Das Landgericht München erklärte die entsprechende Klausel für unzulässig. Wucherpreise von 100 % des Reisepreises oder mehr dürfen für eine Namensänderung oder -korrektur künftig nicht mehr verlangt werden. Die Kunden werden dadurch abgehalten, ihnen an sich zustehende Rechte geltend zu machen. Folge: Nur die konkreten Mehrkosten dürfen verlangt werden (LG München I, Urteil vom 25.9.2013, 12 O 5413/13 ).

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