Fußball-WM: Was gilt beim und nach dem "Public Viewing"?

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Sommer. Sonne. Sonnenschein - und eine Großleinwand, auf der man gemeinsam mit anderen Fußballbegeisterten die Spiele der WM verfolgen kann. So wünscht man sich das der Fan. Doch ist auch das "Public Viewing" kein rechtsfreier Raum. Deshalb: Was gilt bei Lärmbeeinträchtigungen, beim Autokorso und Alkoholausschank?

Ausnahmezustand irgendwie schon - aber nicht jeder Lärm ist erlaubt

Mit dem beachtlichen Wert von 123,9 Dezibel ist die südafrikanische Tröte, die Vuvuzela, schon vor dem Anpfiff Weltmeister der lautesten Fan-Instrumente. Weil vom Lärm der Tröte ernsthafte Gesundheitsbeeinträchtigungen ausgehen (z. B. Hörsturz), verbieten viele öffentliche Public-Viewing-Veranstalter die Mitnahme der Tröte. Aber es gibt auch Ausnahmen. Erkundigen Sie sich am besten vor dem Spiel beim Veranstalter oder der Polizei, was lokal gilt. Denn besteht ein Verbot, kommt die Tröte nicht aufs Gelände. Sie darf Ihnen dann schon im Eingangsbereich zur Arena abgenommen werden.

Die Nachbarschaft von öffentlichen Großveranstaltungen braucht Geduld und Toleranz während der vier Wochen der WM. Sie muss Störungen der Nachtruhe hinnehmen. Zwar müssen die Lautsprecher so ausgerichtet werden, dass die Nachbarn so wenig wie möglich beschallt und belästigt werden. Doch geräuschlos geht Public Viewing nicht vonstatten.

Aber: Wer privat in größerer Runde mit Familie oder Freunden im Garten oder auf dem Balkon die Übertragungen der Fußballspiele verfolgt, ist an das Nachtruhegebot uneingeschränkt gebunden. Private WM-Fernseh-Partys genießen keine Privilegierung - um 22.00 Uhr ist draußen Schluss. Und auch in der Wohnung muss die WM-Fete leise weitergehen.

Verkehrsregeln gelten auch beim Autokorso

Hupende Autoschlangen gehören für die Fans der Siegermannschaft dazu. Sie bleiben weiterhin geduldet, sollen aber nur noch eine bis maximal zwei Stunden nach dem Spiel andauern dürfen (z. B. in Baden-Württemberg). Die Polizei achtet darauf. Ebenso darauf, dass die Teilnehmer ordentlich in den Autos sitzen. Verboten ist, seine Glückseligkeit über ein gewonnenes Spiel beim anschließenden Autokorso auf dem Autodach oder auf der Motorhaube zu feiern. Auch wer sich zu weit aus dem Seitenfenster lehnt oder im Cabrio steht, riskiert ein Bußgeld.

Denn eines ist klar: Wer an einem Autokorso teilnimmt, muss die Verkehrsregeln beachten. Das Überfahren einer roten Ampel oder Alkohol am Steuer sind keine Kavaliersdelikte. Fahnen und Schals sind grundsätzlich erlaubt. Sie müssen am Auto jedoch so platziert werden, dass sie zu keiner Sichtbehinderung führen oder Passanten gefährden.

Alkoholausschank eingeschränkt

Alkohol darf beim Public Viewing nur bis 22.00 Uhr ausgeschenkt werden. Danach ist Schluss beim Gassenausschank. Weitere Einschränkung: Wer schon erkennbar betrunken ist, bekommt nichts mehr.

 

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