Flugbuchung auf noch unbekannt nicht möglich

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Wer ein Flugticket bucht, muss einen Namen angeben. Eine Buchung auf den Platzhalter noch unbekannt führt nicht zum Abschluss eines Beförderungsvertrages.

Ein Flugreisender buchte online für sich und einen Begleiter Flüge von Dresden nach Larnaca. In die Buchungsmaske gab er statt des zweiten Namens ein noch unbekannt. Dem Hinweis, eine Namensänderung sei nach erfolgter Buchung nicht mehr möglich und der Name müsse mit dem im Ausweis des Passagiers genannten übereinstimmen, schenkte er zunächst keine Beachtung.

Zum Streit kam es darüber jedoch, als die Fluggesellschaft zwar den Flugpreis für zwei Tickets abbuchte, die Nachmeldung des zweiten Passagiers aber ablehnte. Der Empfehlung der Airline, die eine Buchung zu stornieren und für die Begleitperson neu zu buchen, folgte der Mann nicht. Er reiste stattdessen alleine und verlangte die Rückerstattung des Ticketpreises und eine Ausgleichszahlung wegen Nichtbeförderung.

Der Bundesgerichtshof urteilte, Flugreisende können keine Flugbuchung für eine noch unbekannte Begleitperson vornehmen. Es kommt in diesem Fall kein wirksamer Beförderungsvertrag zustande, wenn bei der Ticketbuchung ein Platzhalter (hier: noch unbekannt) statt des Namens des Passagiers in das Buchungsformular eingetragen wird.

Folge: Der Flugpreis für ein Ticket muss erstattet werden. Einen Anspruch auf zusätzliche Ausgleichszahlung wegen Nichtbeförderung gibt es jedoch nicht (BGH, Urteil vom 16.10.2012, X ZR 37/12 ).

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