Fitnessvertrag: Keine Männerbenachteiligung im Fitnessstudio

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Auch im Fitnessstudio gilt das Benachteiligungsverbot. Einem Mann darf die Aufnahme in ein Studio nicht mit der Begründung vewehrt werden, es herrsche "Männerüberschuss".

Ein Sportler wollte Mitglied in einem Fitnessstudio werden. Sein Antrag wurde jedoch abgelehnt. Der Betreiber des Studios begründete dies damit, man liege unterhalb der wünschenswerten Quote an weiblichen Mitgliedern. Der Mann fühlte sich diskriminiert. Er klagte auf Aufnahme und verlangte zudem Schmerzensgeld.

Das Amtsgericht Hagen entschied, die Ablehung des Aufnahmeantrags verstößt gegen das Benachteiligungsverbot des § 9 AGG. Der Mann darf wegen seines Geschlechts nicht benachteiligt werden und hat Anspruch auf Aufnahme in das Studio seiner Wahl.

Zwar behauptete der Studiobetreiber im Prozess, man habe den Mann allein wegen seines ungebührlichen Verhaltens nicht aufgenommen. Sein Geschlecht habe also keinen Hinderungsgrund dargestellt. Doch dies konnte der Betreiber nicht beweisen. Deshalb vermutete das Gericht, die Nichtaufnahme beruhte auf seinem Geschlecht (§ 22 AGG). Der Mann wurde somit durch die "Frauen-Quote" unzulässig benachteiligt.

Außerdem wurde ihm für die persönliche Kränkung, die er erfahren hatte, ein Schmerzensgeld von 50 Euro zugestanden (AG Hagen, Urteil vom 9. 6. 2008, Az. 140 C 26/08).

Wie sich Sie ansonsten fit machen für Ihren Fitnessvertrag, erfahren Sie in den "Rechtstipps" in Gruppe 10.

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