Fitnessvertrag: Inhaberwechsel im Fitnessstudio kein Kündigungsgrund

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Ein Fitnessvertrag kann nicht allein wegen des Wechsels des Studioinhabers gekündigt werden. Ausnahme: Der Wechsel führt zu Qualitätseinbußen oder einer Einschränkung des Angebots.

In einem Fitnessstudio gab es einen Inhaberwechsel. Obwohl der neue Betreiber das Kursangebot erweiterte und es keinerlei Qualitätseinbußen gab, nahm eine Frau den Wechsel zum Anlass, ihre Mitgliedschaft zu kündigen. Doch der Betreiber entließ sie nicht aus dem langfristigen Vertrag. Man sah sich deshalb vor Gericht wieder.

Das Landgericht Stuttgart stellte klar, der Inhaberwechsel bei einem Fitnessstudios stellt grundsätzlich keinen geeigneten Grund dar, die Mitgliedschaft zu kündigen. Für die Sportler kommt es in erster Linie auf die angebotenen Kurse und Geräte an, weniger auf die Person des Inhabers. Zumal dieser hier selbst gar nicht in Erscheinung getreten war.

Anders bei einer Einschränkung des Kursangebots oder einem Qualitätsverlust, die mit dem Betreiberwechsel einhergehen. Dies kann im Einzelfall eine Kündigung rechtfertigen (LG Stuttgart, Urteil vom 13. 2. 2009, Az. 5 S 199/06).

Was Sie wissen müssen, wenn Sie aus einem Fitnessvertrag aussteigen wollen, erfahren Sie in den "Rechtstipps" in Gruppe 10.
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