Das günstigste Reiseangebot bekommen Sie nicht automatisch

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Ein Reisebüro muss nicht ohne besonderen Kundenauftrag auf "Schnäppchenjagd" gehen. Sie haben keinen Anspruch auf das billigste Angebot. Ausnahme: Sie haben dies ausdrücklich verlangt.

Im Januar 2006 buchte eine Kundin bei einem Münchener Reisebüro eine Reise auf die Bermudas für rund 15.000 Euro. Als sie erfuhr, dass ein anderes Unternehmen eine solche Reise um 2.700 Euro preiswerter durchgeführte, verlangte sie die Differenz vom Reisebüro erstattet. Dieses hätte sie auf das billigere Angebot hinweisen müssen, so die Urlauberin. Das Reisebüro weigerte sich zu bezahlen. Das Angebot sei ihm bei Buchung nicht bekannt gewesen.

Das Amtsgericht München folgte der Argumentation des Reisebüros. Dies habe keine Pflichtverletzung begannen. Es muss nicht von sich aus aus dem Gesamtangebot aller Reiseveranstalter das günstigste Angebot herausfinden. Anders wenn der Kunde gerade darauf Wert legt. Dann muss er das Reisebüro dazu ausdrücklich beauftragen. Dies ist hier aber nicht der Fall gewesen (AG München, Urteil vom 7. 11. 2007, Az. 233 C 28416/06).

Was Sie wissen müssen, um Ärger beim Planen und Buchen einer Pauschalreise zu vermeiden, erfahren Sie in den Rechtstipps in Gruppe 10.

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