Katzennetz mit Holzkonstruktion auf Balkon unzulässig

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Bringt der Mieter ohne Erlaubnis auf seinem Balkon ein Katzennetz an einer Holzkonstruktion an, muss er dies auf Verlangen des Vermieters wieder beseitigen.

Um ihrer Katze die Benutzung des zur Mietwohnung gehörenden Balkons zu ermöglichen, hatte die Mieterin dort eine Holzkonstruktion angebracht, an der sie ein Katzennetz befestigte. Damit war ihre Vermieterin allerdings nicht einverstanden und verlangte die Entfernung. Da die Mieterin sich weigerte, musste das Amtsgericht Neukölln entscheiden.

Hierbei zog die Mieterin den Kürzeren. Zur Aufstellung der Holzkonstruktion hätte es nach Auffassung des Gerichts der ausdrücklichen Erlaubnis durch die Vermieterin bedurft. Die Mieterin hatte durch die eigenmächtig vorgenommene Maßnahme die Mietsache nicht unerheblich umgestaltet. Und dies wiederum hatte Einfluss auf das Erscheinungsbild der Wohnung und des Gebäudes.

Dass durch das Aufstellen der Holzkonstruktion nicht in die Substanz des Gebäudes eingegriffen worden ist, ist hierbei ohne Belang. Ebenso kann nicht davon ausgegangen werden, dass eine Katzenhaltung die Verwendung eines solchen Katzennetzes zwangsläufig mit sich bringt. Dagegen ist bei der Abwägung der beiderseitigen Interessen auch zu berücksichtigen, dass die Vermieterin mit der Duldung einer solchen baulichen Veränderung einen Präzedenzfall schaffen würde, auf den sich andere Tierhalter im Haus berufen könnten.

Von daher musste die Mieterin im Ergebnis ihr Katzennetz wieder beseitigen (AG Neukölln, Urteil vom 12.4.2012, Az. 10 C 456/11).

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