Heizkosten sparen: Nützliche Tipps, wie Sie Ihre Heizkosten reduzieren können

1. Lüften Sie richtig

Auch wenn es paradox klingt: Wer während der Heizperiode Energie sparen will, sollte die Fenster zum Lüften besonders weit aufmachen und möglichst für Durchzug sorgen.

Unser Spartipp:

Sorgen Sie in der kalten Jahreszeit zwei- bis dreimal täglich vier bis acht Minuten lang für einen kompletten Luftaustausch (sogenannte Stoßlüftung).

Eine längere Lüftung lässt die Wohnräume auskühlen und verursacht einen überhöhten Energieverbrauch. Gleiches gilt für Dauerlüftung im Winter, insbesondere durch gekippte Fenster. Deshalb gilt hier der Grundsatz: Kipplüftung im Winter streng verboten! Neben der Gefahr der Schimmelbildung an dem Fenstersturz oberhalb des Fensters wird durch die Kipplüftung kein vernünftiger Luftaustausch erzielt, aber sehr viel Energie verschwendet.

Aufgepasst: Besonders teuer wird es, wenn Sie beim Verlassen der Wohnung die Heizkörperthermostatventile komplett zudrehen und dann zu allem Überfluss auch noch die Fenster in Kippstellung belassen. Bei niedrigen Außentemperaturen öffnet das Thermostatventil bei Erreichen der Frostschutzstellung (in der Regel bei 6° bis 8° C) automatisch die Wärmezufuhr und verursacht dadurch ein beständiges Aufheizen der Heizkörper mit entsprechend hoher Verbrauchsanzeige.

Unser Spartipp:

Schließen Sie vor Verlassen der Wohnung die Fenster und sorgen Sie lediglich für eine gewisse Absenkung der Heiztemperatur. Stellen Sie aber niemals die Heizung ganz ab.

2. Vermeiden Sie Wärmeverluste durch die Fenster

Auch wenn die Wohnung über Isolierglasfenster verfügt, dringt selbst bei geschlossenen Fenstern noch Wärme nach außen.

Unser Spartipp:

Vor allem bei kalten Außentemperaturen sollten Sie nach Einbruch der Dunkelheit vorhandene Rollläden absenken, Fensterläden schließen oder Vorhänge zuziehen. Hierdurch können Sie die Wärmeverluste um nahezu 50 % reduzieren.

3. Wärmeverluste bei undichten Fensterrahmen oder Einfachverglasung vermeiden

Haben sich die Fenster verzogen oder sind sie fehlerhaft montiert, bedeutet dies unkontrollierten Abfluss von Heizenergie mit entsprechend erhöhten Verbrauchskosten. Auch einfach verglaste Fenster weisen einen hohen Wärmedurchlasswert auf mit der Folge, dass auch hier sehr viel Energie verloren geht.

Unser Spartipp:

In undichte Fensterrahmen können Sie Dichtstreifen aus Schaumstoff oder ähnlich isolierende Materialien einkleben. Für einfachverglaste Fenster werden in Baumärkten Isolierfolien angeboten, die relativ einfach angebracht werden können. Eine durchsichtige Folie, etwa einer Frischhaltefolie vergleichbar, wird auf den Fensterrahmen geklebt und anschließend durch vorsichtiges Anblasen mit einem Haartrockner (Fön) so gespannt, dass sich die Folie straff wie eine zweite Glasscheibe über den Rahmen spannt. Hierdurch können bis zu 40 % Heizenergie eingespart werden.

4. Sorgen Sie für vernünftige Raumtemperaturen

Wenn Sie es in Ihren Wohnräumen gern bullig warm haben, sollten Sie bedenken: Die Anhebung der üblichen Raumtemperatur von 20° C auch nur um ein Grad löst bereits 6 % höhere Heizkosten aus. Eine Anhebung der Raumtemperatur auf 23° C bedeutet damit nahezu 20 % höhere Heizkosten.

Unser Spartipp:

Für ein behagliches Raumklima reicht es in der Regel aus, wenn der normal bekleidete und auf winterliche Temperaturen eingestellte Benutzer eine Raumtemperatur von 20° C einhält. Sie sparen jedenfalls Heizkosten, wenn Sie statt eines T-Shirts öfter mal einen Rollkragenpullover tragen.

5. Gehen Sie mit Ihren Thermostatventilen richtig um

Hohe Heizkosten werden auch durch die falsche Bedienung der an den Heizkörpern angebrachten Thermostatventile verursacht. Diese Ventile sind nicht zum vollständigen Öffnen oder Verschließen der Wärmezufuhr gedacht. Durch die eingebaute Regeleinheit sind sie vielmehr in der Lage, eine vom Nutzer vorher eingestellte Temperatur zu halten und je nach Bedarf die Wärmezufuhr zu erhöhen oder zu drosseln.

Unser Spartipp:

Verlassen Sie einen Raum oder die ganze Wohnung für längere Zeit, sollten Sie die Raumtemperatur um eine Einstellung bzw. um etwa 2° bis 4° C absenken. Kehren Sie dann wieder zurück, um sich dort längere Zeit aufzuhalten, sollten Sie entsprechend der vorher eingestellten Absenkung jetzt wieder den ursprünglichen Wert einstellen. Innerhalb weniger Minuten wird dann vom Thermostatventil geregelt, dass die normale Wohntemperatur wieder erreicht wird.

6. Beheben Sie Wärmestaus

Sind Heizkörper beispielsweise mit dicken Vorhängen zugehängt oder mit Möbeln zugestellt oder aus optischen Gründen mit einer teuren Heizkörperverkleidung versehen, kann die Wärme nicht ungehindert in den Raum gelangen. Es entsteht ein Wärmestau. Dieser erhöht die Heizkosten zweifach: Zunächst muss der Nutzer das Thermostatventil weiter aufdrehen, um trotz des Wärmestaus in dem Raum selbst eine normale Temperatur zu erreichen. Zweitens wird durch den Wärmestau die Verdunstungsgeschwindigkeit der am Heizkörper angebrachten Messröhrchen erhöht mit der Folge, dass hier ein deutlicher Mehrverbrauch (von erfahrungsgemäß ca. 40 %) angezeigt wird.

Unser Spartipp:

Wenn Sie aus optischen Gründen Ihre Wohnung mit bodenlangen Gardinen und Vorhängen dekoriert haben, sollten Sie im Winter eine gekürzte Version anbringen. Achten Sie unbedingt darauf, dass bei Heizbetrieb die Gardinen bzw. Vorhänge auf dem Fensterbrett oberhalb der Heizkörper enden.

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