Eigenmächtige Heizungsreparatur bei milden Temperaturen nicht erlaubt

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Wohnungsmängel muss grundsätzlich der Vermieter beseitigen. Lediglich in Notfällen darf der Mieter selbst tätig werden. Fällt die Heizung im Winter aus, liegt kein Notfall vor, wenn draußen milde Temperaturen herrschen.

Als im Winter die Heizung im Haus ausfiel, meinte der Mieter, sich den "Umweg" über den Vermieter sparen zu können. Er schaltete gleich selbst einen Reparaturdienst ein. Die Kosten hierfür wollte er dann mit der Miete verrechnen. Der Vermieter akzeptierte das aber nicht. Es habe doch kein Notfall vorgelegen.

Auch der Richter beim Amtsgericht Spandau machte dem Mieter deutlich, dass nicht jeder Heizungsausfall zur Winterszeit schon einen "Notfall" darstellt. Und hier war es so, dass relativ milde Außentemperaturen herrschten, als die Heizung ausfiel. Da die Räumlichkeiten erfahrungsgemäß nicht sofort, sondern erst allmählich auskühlen, war der Mieter durch den Heizungsausfall in seinen Wohnverhältnissen nur geringfügig beeinträchtigt. Deshalb blieb er auch auf seinen vorschnell verursachten Kosten sitzen (AG Spandau, Urteil vom 14. 8. 2008, Az. 6 C 345/08).

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