Vermieter haftet bei Trinkwasser-Verseuchung durch Legionellen

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Seit 2011 verlangt die Trinkwasserverordnung von Vermietern größerer Mietshäuser regelmäßige Untersuchungen der Trinkwasseranlage auf Legionellen. Dass diese sehr gefährlich werden können, hat sich inzwischen herumgesprochen. Hält sich der Vermieter nicht daran, haftet er laut Bundesgerichtshof für die Folgen. Das gilt selbst dann, wenn es um Fälle geht, in denen die gesetzliche Untersuchungspflicht noch nicht bestanden hat.

Im entschiedenen Fall ging es um einen Mieter, der an einer durch Leginellen ausgelösten Lungenentzündung erkrankte. Das zuständige Bezirksamt stellte daraufhin in der Wohnung und in den Kellerräumen eine verstärkte Legionellen-Belastung fest. Dem Vermieter wurde nun von der Tochter des inzwischen verstorbenen Mieters auf Schadenersatz und Schmerzensgeld verklagt. Sie warf dem Vermieter vor, er habe seine Pflichten zur regelmäßigen Kontrolle des Trinkwassers verletzt. Die Erkrankung ihres Vaters sei auf diese Nachlässigkeit zurückzuführen.

Die Bundesrichter sahen das im Gegensatz zu den Vorinstanzen ebenso. Der Beklagte hat seine Verkehrssicherungspflicht als Vermieter, für einwandfreies Trinkwasser zu sorgen, verletzt. Die hat auch schon für die Zeit vor dem Inkrafttreten der Trinkwasserverordnung bestanden (BGH, Urteil vom 6.5.2015, VIII ZR 161/14 ).

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