Katzennetz am Balkon nur mit Zustimmung des Vermieters

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Wer als Mieter seine freiheitsliebende Katze ausbremsen möchte, muss sich etwas einfallen lassen. Beliebte Lösung des Problems: Katzennetze, die über den gesamten Balkon gespannt werden. Das geht wiederum nur mit Zustimmung des Vermieters.

Der Mieter eines Mehrfamilienhauses in Augsburg wollte seine Katze vor unfreiwilligen Stürzen vom Balkon seiner im ersten Stock gelegenen Wohnung schützen. Er befestigte mit Holzstangen ein Katzennetz an der Brüstung – allerdings ohne vorher die Genehmigung des Vermieters eingeholt zu haben.

Diesem gefiel die Katzenschutzvorrichtung aus optischen Gründen gar nicht. Der Mieter war dagegen davon überzeugt, dass sich das Netz harmonisch in das Gesamtbild des Hauses einfüge. Zudem sei das Netz nicht fest mit dem Mauerwerk verbunden, also kein Eingriff in die Gebäudesubstanz.

Das Amtsgericht Augsburg hatte kein Verständnis für den Katzenliebhaber. Das Gericht kam aufgrund von Fotos zu dem Ergebnis, dass die Holzstangen des Netzes das Gesamtbild der Hausfassade erheblich stören. Und das muss ein Eigentümer nicht akzeptieren. Schließlich habe der ein besonderes Interesse am Aussehen der Außenfassade seines Hauses. Deshalb hätte der Mieter den Vermieter zunächst um Zustimmung bitten müssen. Jetzt muss er das Netz wieder entfernen (AG Augsburg, Urteil vom 21.12.2015, 72C 4756/14 ).

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