Vier Personen in einer Einzimmerwohnung sind zu viel

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Eine vierköpfige Familie darf nicht in einer kleinen Einzimmerwohnung wohnen. Das ist ein Fall von unzulässiger Überbelegung und berechtigt den Vermieter zur Kündigung.

Ein Mann hatte im Jahr 2011 eine knapp 26 m2 große Einzimmerwohnung mit Küchenzeile und Kellerabteil gemietet. Dort lebte er mit seiner Ehefrau und zwei gemeinsamen Kindern, die 2010 und 2013 geboren wurden. Der Vertrag enthielt aber die Klausel, dass der Mieter aufgrund der geringen Größe der Wohnung nicht berechtigt sei, andere Personen als den Ehepartner bei sich wohnen zu lassen.

Die Hausverwaltung verlangte deshalb von dem Mann, die Anzahl der in der Wohnung lebenden Personen zu reduzieren. Der kam der Bitte nicht nach, sodass er ihm gekündigt wurde.

Das Amtsgericht München gab der Räumungsklage statt. Der Mieter habe durch die Überbelegung gegen seine vertraglichen Pflichten verstoßen: Als Faustregel kann insoweit gelten, dass keine Überbelegung vorliegt, wenn auf jede erwachsene Person oder auf je zwei Kinder bis zum 13. Lebensjahr ein Raum von jeweils ca. 12 m2 entfällt (...) oder durchschnittlich 10 m2 pro Person bei der Unterbringung von Familien gegeben sind (...).

Diese Richtwerte seien im vorleigenden Fall weit überschritten. Hier kämen auf eine Person gerade einmal rund 4 m2 Wohnfläche (AG München, Urteil vom 29.4.2015, 415 C 3152/15 ).

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