Lästern und Lügen über den Vermieter kann die Wohnung kosten

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Wer sich warum auch immer über seinen Vermieter ärgert, sollte vorsichtig sein, wenn er seinem Ärger Luft macht. Ehrverletzende Äußerungen können eine fristlose Kündigung rechtfertigen.

Ein Vermieter kündigte seiner Mieterin fristlos. Er warf ihr vor, sich im September 2014 gegenüber anderen Mietern in seinem Münchner Haus abfällig über ihn geäußert zu haben. Sie hatte ihn als geldgierig bezeichnet, er zocke die Mieter ab. Außerdem hatte sie behauptet, er habe sie bei einem Besuch in der Wohnung sexuell belästigt.

Es kam zum Räumungsprozess, weil die Frau nicht freiwillig ausziehen wollte. Vor dem Amtsgericht München bekam der Vermieter recht. Die anderen Mieter des Hauses bestätigten seine Aussagen. Zudem kam heraus, dass die beklagte Mieterin wohl versucht hatte, die Mitbewohner zu beeinflussen. Diese sollten sich mit dem Vermieter wegen einer Betriebskostenabrechnung streiten. Sie hatte dazu ein Schreiben aufgesetzt, mit dem sie andere Mieter nicht nur vom Fehlverhalten des Vermieters überzeugen wollte, die anderen Mieter sollten sich mit ihrer Unterschrift dem Schreiben anschließen.

Dieses Verhalten ging nach Ansicht des zuständigen Amtsrichters zu weit, zumal der Vermieter die Mieterin nicht provoziert oder sich sonst falsch verhalten hatte. Die Frau habe vielmehr ohne Anlass die falschen Behauptungen gegenüber den Mitmietern aufgestellt. Die fristlose Kündigung war deshalb gerechtfertigt (AG München, Urteil vom 19.3.2015, 412 C 29251/14 ).

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