Bei einvernehmlicher Änderung der elterlichen Sorge kein Rechtsanwalt

 - 

Soll in einem Sorgerechtsverfahren das elterliche Sorgerecht von beiden Seiten einvernehmlich geändert werden und entspricht diese Änderung auch dem ausdrücklichen Willen des Kindes, ist die Beiordnung eines Rechtsanwalts im Rahmen der bewilligten Verfahrenskostenhilfe nicht möglich.

In einem solchen Verfahren gibt es wegen der Einvernehmlichkeit keine zu erwartenden Schwierigkeiten bei der Beurteilung der Sach- und Rechtslage. Deshalb darf und muss hier schon aus Kostengründen das Instrument der Verfahrenskostenhilfe nicht greifen, und die Beiordnung eines Anwalts entfällt.

Keine Ausnahme: Das gilt auch dann, wenn die Mutter vom Vater nicht - wie eigentlich geboten - vorab über den aktuellen Wunsch des Kindes informiert worden ist, sondern diesen Wunsch des Kindes erst durch die Zustellung des entsprechenden Antrags erfahren hat (OLG Celle, Beschluss vom 13.1.2012, Az. :10 WF 8/12).

Weitere News zum Thema

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Rechtstipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Rechtstipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.