Spätere Heirat trotz gemeinschaftlichem Kind unterhaltsrechtlich für die Mutter von Nachteil

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Fällt die Kindererziehungszeit einer Frau in die Zeit, als sie noch nicht mit dem Vater des Kindes verheiratet war, kann sie sich im Scheidungsfall nicht darauf berufen, dadurch einen "ehelichen Nachteil" erlitten zu haben. Der Unterhaltsanspruch darf deshalb befristet werden.

Eine über 50-jährige Frau hatte den Vater ihres Kindes geheiratet. Das Kind wurde jedoch überwiegend vor der Ehe großgezogen.

Das Oberlandesgericht Frankfurt sprach ihr unter Anrechnung ihrer Einkünfte aus einer Halbtagstätigkeit einen Unterhaltsanspruch zu, befristete ihn aber auf drei Jahre. Grund: Die Kindererziehung fand überwiegend vor der Ehe statt. Besondere berufliche Nachteile waren ihr durch die Kindererziehung während der Ehe nicht entstanden. Hinzu kam, die Ehe als solche dauerte nur acht Jahre - zu kurz, um den Unterhaltsanspruch mit einer langen Ehedauer zu begründen.

Im Ergebnis wurde die Frau einer nicht ehelichen Mutter gleichgestellt und der Unterhaltsanspruch auf drei Jahre befristet (OLG Frankfurt a. M., Urteil vom 13.8.2008, 5 UF 185/07).

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