Kinderkrippe dem Kindeswohl nicht abträglich

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Dass Kleinkinder noch vor dem dritten Lebensjahr in eine Kinderkrippe kommen, damit die Mütter einer Erwerbstätigkeit nachgehen können, ist heute weit verbreitet. Familiengerichte sehen darin keinen Nachteil für die Entwicklung der Kinder.

Ein nicht verheiratetes Paar, das nicht zusammenlebt, hatte im Jahr 2007 ein Kind bekommen. Der Vater ist freiberuflich tätig. Die Mutter, bei der das Kind lebt, wollte wieder arbeiten gehen und das Kind bei einer Tagesmutter bzw. in einer Kinderkrippe unterbringen.

Damit war der Vater nicht einverstanden. Er glaubte, gerade als Freiberufler sehr gut in der Lage zu sein, das Kind in einer Art Wechselmodell zu betreuen. Er beantragte daher, das Aufenthaltsbestimmungsrecht auf ihn zu übertragen.

Das Oberlandesgericht Brandenburg sprach der Mutter das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht zu. Dass die Mutter das erst eineinhalbjährige Kind in eine Kita bringen wolle statt zum Vater, schade dem Kind nicht. Vielmehr stelle das vom Vater vorgeschlagene Wechselmodell hohe Anforderungen an die Kommunikation und Kompromissbereitschaft aller Beteiligten.

Hier kam noch hinzu, dass das Gericht Zweifel daran hatte, ob der Vater tatsächlich Kinderbetreuung und Beruf unter einen Hut bringen kann (OLG Brandenburg, Beschluss vom 31.3.2009, 10 UF 204/08).

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