Ehegattenunterhalt: Studienabbruch wegen Kindsgeburt führt zur Verlängerung des Unterhaltsanspruchs der Frau

 - 

Ehegattenunterhalt kann seit der Unterhaltsreform heute zeitlich leichter begrenzt werden. Bricht eine Frau ihr Studium wegen der Geburt eines Kindes ab, verlängert sich der nacheheliche Anspruch dagegen - immer vorausgesetzt, sie hat dadurch einen wirtschaftlichen Nachteil erlitten.

Eine Ehefrau hatte ihr Lehramtsstudium nach drei Jahren wegen der Geburt eines Kindes abgebrochen und den Vater geheiratet. Sechs Jahre später absolvierte sie eine Ausbildung im Groß- und Einzelhandel. Das dadurch erzielte Einkommen entsprach allerdings nicht dem einer Lehrerin.

Das Oberlandesgericht Oldenburg entschied: Der Ehemann habe den durch die Kindsgeburt eingetretenen ehebedingten Nachteil auszugleichen, auch wenn es der Frau möglich gewesen wäre , den Nachteil durch Wiederaufnahme des Studiums auszugleichen.

Begründung: Die wirtschaftlichen Folgen einer im Vertrauen auf eine bestehende Partnerschaft getroffenen Entscheidung müssten beide Ehepartner tragen.

Der schon seit 2002 gezahlte Unterhalt wurde deshalb auf Antrag der Frau bis auf das Jahr 2013 verlängert (OLG Oldenburg, Urteil vom 26.5.2009, 13 UF 28/09).

Weitere News zum Thema

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Rechtstipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Rechtstipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.