Ehegattenunterhalt: Mutter von zwei Grundschülern muss nicht ganztags arbeiten

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Das neue Unterhaltsrecht verlangt seit 1.1.2008 ein stärkeres berufliches Engagemant von allein erziehenden Müttern. Trotzdem: Alles hat seine Grenzen.

Eine geschiedene, allein erziehende Mutter hatte sich bislang ausschließlich um ihre beiden Kinder (sechs und neun Jahre alt) gekümmert. Nach der Scheidung fing sie wieder an zu arbeiten - allerdings nur fünf Stunden am Tag. Das war dem Ex zu wenig. Das Amtsgericht gab dem Mann erstinstanzlich Recht.

In der zweiten Instanz vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf sah es für die Frau  besser aus. Auch wenn die Zeiten vorbei sind, dass eine Kinder betreuende Mutter grundsätzlich bis zum achten Lebensjahr eines Sprösslings keiner Berufstätigkeit nachgehen muss, kann noch lange keine Vollzeittätigkeit verlangt werden. Es muss vielmehr Zeit bleiben, an den Arbeitsplatz zu kommen, die nötigen Einkäufe zu tätigen, die Grundschulkinder angemessen zu versorgen, zu betreuen und zu fördern (Hausaufgaben und Freizeitaktivitäten). Folge: Hier ist nur eine Teilzeittätigkeit zumutbar.

Hinzu kam, dass während der Ehe die Rollenverteilung keine Berufstätigkeit der Frau vorgesehen hatte. Es könne daher nur die Anzahl der Arbeitsstunden nach und nach auf das zumutbare Maß gesteigert werden.

OLG Düsseldorf, Urteil vom 9.5.2008 II-2 WF 62/08

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