Alleinige elterliche Sorge mit Verleumdung erzwingen?

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Wer im Umgangsstreit kein Pardon kennt und auch vor Verleumdung nicht zurückschreckt, hat unter Umständen die besseren Karten.

Ein Elternpaar hatte das gemeinsame Sorgerecht für sein Kind. Die Mutter wollte die Alleinsorge. Den nach der Trennung zunächst bestehenden Kontakt zwischen Vater und Kind unterband sie wegen angeblicher Pädophilie des Mannes. Diese bestätigte sich jedoch nicht. Trotzdem widersetzte sich die Mutter jedem weiterem Umgang zwischen Vater und Kind und nahm sogar Zwangsgelder in Kauf.

Die Methode hatte Erfolg. Vor Gericht bekam die Mutter das alleinige Sorgerecht zugesprochen. Begründung: Hier fehle es an dem zwischen den Eltern erforderlichen Mindestmaß einer Übereinstimmung. Es gebe für die Situation keine günstige Prognose. Deshalb musste im Sinne des Kindeswohls aufgrund der völligen Zerrüttung der sozialen Beziehung zwischen den Eltern das Sorgerecht teilweise auf die Mutter übertragen werden - und das "trotz ihres erzieherischen Versagens" (BGH, Beschluss vom 12.12.2007, XII ZB 158/05).

 

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