Unverheiratete Väter: Mehr Rechte nach dem neuen Sorgerecht

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Am 19.5.2013 ist das neue Sorgerecht in Kraft getreten. Künftig können ledige Väter auch gegen den Willen der Mutter das volle Sorgerecht für ihr Kind erwirken, wenn das Wohl des Kindes dem nicht entgegensteht.

Mit der Geburt steht der Mutter auch weiterhin zunächst das alleinige Sorgerecht zu. Sind die Eltern sich einig, können Sie gemeinsam beim Jugendamt erklären, dass Sie das Sorgerecht gemeinsam ausüben wollen - möglichst schon vor der Geburt.

Neu ist jetzt, dass der Vater das gemeinsame Sorgerecht auch allein beantragen kann. Ist die Mutter damit nicht einverstanden, kann der Vater versuchen, über das Jugendamt doch noch eine Einigung mit der Mutter zu erzielen. Geht er nicht davon aus, dass die Mutter ihre Zustimmung zur gemeinsamen Sorge erteilt, kann er den Sorgerechtsantrag auch direkt beim Familiengericht stellen.

Im Gerichtsverfahren hat die Mutter dann die Möglichkeit, zu dem Antrag des Vaters Stellung zu nehmen (in der Regel schriftlich). Sie muss dies innerhalb einer bestimmten Frist tun, jedoch nicht eher als sechs Wochen nach der Geburt. Äußerst sich die Mutter nicht und sind dem Gericht auch sonst keine Gründe bekannt, die einem gemeinsamen Sorgerecht entgegenstünden, soll das Gericht in einem schriftlichen Verfahren über den Antrag entscheiden.

Dem Vater kann die gemeinsame Sorge also nur noch verwehrt werden, wenn schwerwiegende Gründe dagegen sprechen. Entscheidend ist hier nur das Kindeswohl. Gleiches gilt für die Alleinsorge. Wenn ein gemeinsames Sorgerecht nicht in Betracht kommt, kann jetzt auch der unverheiratete Vater die alleinige Sorge erhalten, wenn das für das Kind das Beste ist.

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