Namensänderung bei Pflegekind zulässig, wenn es dem Kindeswohl dient

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Der Familienname eines Kindes kann entgegen dem Wunsch des leiblichen Vaters in den Namen der Pflegeeltern geändert werden, wenn dies zum Wohl des Kindes geschieht.

Das heute 10-jährige Kind lebt seit seiner Geburt bei seinen Pflegeeltern, trägt aber noch den Nachnamen der leiblichen Mutter. Auf Wunsch des Kindes und im Einverständnis mit den Pflegeeltern entsprach die zuständige Behörde dem Antrag auf Änderung des Familiennamens des Kindes in den der Pflegeeltern. Die Namensänderung diene der dauerhaften Sicherung des Kindeswohls.

Der leibliche Vater klagte dagegen. Die Namensänderung schade der Bindung zwischen den leiblichen Eltern und dem Kind. Das Verwaltungsgericht wies die Klage ab. Die Abwägung aller Umstände ging zugunsten der Namensänderung aus. Die Richter stützten sich bei ihrer Entscheidung auf die Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts, nach der eine Namensänderung bei Kindern, die in Dauerpflege aufwachsen, notwendig für das Wohl des Kindes sein muss, aber gleichzeitig auch ausreichend ist.

Das war hier der Fall. Zwischen den Pflegeeltern und dem Kind besteht eine intensive Beziehung. die auch in Zukunft stabilisiert werden muss. Das Interesse des leiblichen Vaters tritt dahinter zurück. Hinzu kam, dass das Kind ohnehin einen anderen Familiennamen als der Vater trägt (VG Mainz, Urteil vom 24.4.2015, 4 K 464/14.MZ ).

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