Kindersparbuch ist tabu – auch bei Anschaffungen fürs Kind

 - 

Selbst wenn eine Mutter vom Sparkonto ihres minderjährigen Kindes Geld nur abhebt, um damit Gegenstände für das Kind zu kaufen, macht sie sich schadensersatzpflichtig.

Nachdem sich die Mutter vom Vater ihres siebenjährigen Sohns getrennt hatte, hob sie einen Betrag von fast 2.370,00 € vom Konto des Kindes ab. Das Geld verwendete sie dafür, ein Kinderbett, Kleiderschrank, Schreibtisch, Autokindersitz und Spielzeug sowie eine Waschmaschine und einen Trockner zu kaufen. Der inzwischen allein sorgeberechtigte Kindsvater war damit nicht einverstanden und verlangte im Namen seines Sohns das Geld zurück. Da sich die Mutter weigerte, traf man sich vor Gericht wieder, wo der Vater recht bekam.

Laut Oberlandesgericht Frankfurt ist es unerheblich, dass die Mutter das Geld im Sinne des Kindes ausgegeben hat. Die Ausstattung des Kindes mit Einrichtungsgegenständen und Bekleidung müssen Eltern aufgrund ihrer Unterhaltspflicht aus eigenen Mitteln bestreiten. Zur Not müssen sich die Eltern an den Sozialhilfeträger wenden (OLG Frankfurt/Main, Beschluss vom 28.5.2015, 5 UF 53/15 ).

Weitere News zum Thema

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Rechtstipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Rechtstipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.