Hände weg vom Sparbuch Ihres Kindes

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Das Geld auf dem Sparbuch gehört Ihrem Kind! Ihnen obliegt lediglich die Verwaltung des Geldes. Eltern machen sich daher auch dann schadensersatzpflichtig, wenn sie Geld vom Sparbuch Ihrer Kinder abheben, um Geschenke für die Kinder, Einrichtungsgegenstände fürs Kinderzimmer oder Urlaubsreisen mit den Kindern zu finanzieren.

Der Vater zweier Kinder hob über einen Zeitraum von fünf Jahren vom Konto des einen Kindes 500,00 €, vom Konto des anderen Kindes sogar 3.140 € ab. Mit dem Geld bezahlte er ausschließlich Geschenke und Möbel für die Kinder sowie Urlaubsreisen mit den Kindern. Beide Kinder verlangen nun Schadensersatz in gleicher Höhe, da er ihr Geld ausgegeben habe.

Das Oberlandesgericht gab den Kindern Recht. Auch wenn der Vater das Geld für die Kinder verwendet hat, so bezahlte er damit Dinge, für die er als Vater ohnehin hätte aufkommen müssen. Als Vater schuldet er seinen Kindern einen angemessenen Lebensunterhalt. Diesen muss er aus eigenen Mitteln bestreiten, nicht aus dem Vermögen der Kinder.

Also hat er letztendlich das Geld für seine eigenen persönlichen Zwecke ausgegeben, indem er sein eigenes Geld nicht für den Unterhalt der Kinder einsetzen musste. Damit verletzte er durch die Abhebungen von den Sparkonten seine Pflicht, für das Vermögen seiner Kinder Sorge zu tragen. Denn er hat die Sparkonten so zu verwalten, dass das Vermögen seiner Kinder zu ihrem eigenen Nutzen erhalten wird (OLG Bremen, Beschluss vom 3.12.2014, 4 UF 112/14 ).

Zahlen Eltern das Geld beizeiten wieder zurück, können sie den Schaden ganz oder teilweise reduzieren. Allerdings müssen Sie beweisen, dass sie die abgehobenen Beträge wieder eingezahlt haben (und nicht neue Beträge dem Sparguthaben zugefügt werden sollten).

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