Ausländischer Nachname nicht automatisch diskriminierend

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Weil sich ihre Kinder in der Schule diskriminiert fühlten, hatte eine deutsch-türkische Familie die Änderung ihres Nachnamens beantragt. Sie scheiterte damit vor dem Verwaltungsgericht Braunschweig.

Ein deutsch-türkisches Elternpaar hatte seinen Antrag auf Änderung des Familiennamens damit begründet, dass der türkische Nachname zu Diskriminierungen ihrer Kinder in der Schule geführt habe. Sie unterstellten zudem, dass die Kinder wegen ihres Nachnamens auch für ein Jahr vom Schulbesuch zurückgestellt worden waren und gleichzeitig ein spezieller Sprachförderbedarf attestiert wurde – und das, obwohl in der Familie gar kein Türkisch gesprochen werde.

Das Standesamt Braunschweig lehnte den Antrag ab. Auch das angerufene Verwaltungsgericht Braunschweig ließ sich von den vorgetragenen Umständen nicht überzeugen. Und ein ausländisch klingender Familienname allein rechtfertige eine Namensänderung jedenfalls nicht (VG Braunschweig, Urteil vom 7.6.2015, 5 A 5/14 ).

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