Aus den Familiennamen der Eltern gebildeter Doppelname fürs Kinder geht nicht

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Es ist grundsätzlich unzulässig, dass Kinder einen aus den Namen der Eltern gebildeten Doppelnamen führen. Dadurch wird laut Bayerischem Verwaltungsgerichtshof verhindert, dass es in nachfolgenden Generationen zur Bildung von Namensketten kommt.

Im entschiedenen Fall hatten die Eltern eines vier Jahre alten gemeinsamen Kindes im Juli 2013 geheiratet und beantragten nun, dass das Kind den Familiennamen des Vaters als auch den Familiennamen der Mutter als Doppelnamen bekommen sollte. Vorher trug das Kind nur den Familiennamen der Mutter. Anlässlich der Heirat entschied sich der Vater, seinen Namen beizubehalten; die Frau fügte ihrem Familiennamen den Familiennamen des Vaters zu. Die Umbenennung sollte dem Kindeswohl dienen.

Der Antrag wurde zurückgewiesen, die Entscheidung vom Bayerischen Verwaltungsgerichtshof bestätigt. Begründung: Die Bildung eines aus den Namen der Eltern zusammengesetzten Doppelnamens ist grundsätzlich unzulässig. In diesem Zusammenhang ist es unerheblich, ob ein Doppelname zur Verbundenheit mit beiden Elternteilen beiträgt. Der Gesetzgeber hat die Bildung von Namensketten in den folgenden Generationen verhindern wollen. Die Verwaltungsrichter fanden dies überzeugend und hatten deshalb keine verfassungsrechtlichen Bedenken gegen die gesetzliche Regelung; insbesondere sahen sie darin keine Verletzung des Persönlichkeitsrechts des Kindes (VGH München, Beschluss vom 4.11.2014, 5 C 14.2016 ).

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