Neue Pflegegrade werfen ihre Schatten voraus: ab Juli 2016 keine Höherstufungsgutachten mehr

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Zum 1.1.2017 sieht das Pflegestärkungsgesetz II ein neues Begutachtungsverfahren vor. Zudem wird von Pflegestufen auf Pflegegrade umgestellt. Die bestehenden drei Pflegestufen werden durch fünf Pflegegrade ersetzt.

Das Neue Begutachtungsassessment (kurz: NBA) berücksichtigt künftig alle relevanten Aspekte der Pflegebedürftigkeit. Dabei kommt es nicht mehr darauf an, ob sie auf körperlichen, psychischen oder kognitiven Beeinträchtigungen beruhen. Entscheidend für die Einstufung ist der Grad der Selbständigkeit des Pflegebedürftigen.

Um das Ganze praktisch für Personen umzusetzen, die schon eine Pflegestufe nach bisher geltendem Recht haben, werden bis Ende 2016 alle schon eingestuften Pflegebedürftigen automatisch in die neuen Pflegegrade übergeleitet. Sie erhalten von ihrer Pflegekasse bis spätestens zum 31.12.2016 einen entsprechenden Bescheid.

Wichtig: Bei Versicherten, die von einer Pflegestufe in einen Pflegegrad übergeleitet werden, werden in der Zeit vom 1.7.2016 bis zum 31.12.2018 keine Höherstufungs-/Wiederholungsbegutachtungen durchgeführt. Ausnahmen gibt es nur in den Fällen, in denen eine Verringerung des Hilfsbedarfs zu erwarten ist. Folglich müssen Pflegebedürftige, bei denen eine erneute Begutachtung zum Zweck einer möglichen Höherstufung infrage kommt, diese Untersuchung unbedingt bis zum 30.6.2016 durchführen lassen. Betroffene sollten sich deshalb so schnell wie möglich an ihre Pflegekasse wenden.

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