Wer trägt die Kosten für die Balkonsanierung einer Eigentumswohnung?

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Wenn in der Teilungserklärung geregelt ist, dass der jeweilige Wohnungseigentümer die Kosten für die Instandhaltung seiner Balkone selbst trägt, umfasst das auch die Kosten für Balkonteile, die eigentlich im Gemeinschaftseigentum stehen.

Eine Wohnungseigentümergemeinschaft beschloss, die Kosten für die Balkonsanierung auf die Gemeinschaft umzulegen. Es handelt sich um eine schadhafte Balkon- und Fugenabdichtung sowie lose Fliesen mit starker Rissbildung. Nicht alle Eigentumswohnungen verfügen über einen Balkon. Nach der Teilungserklärung sind die Instandsetzungs- und Instandhaltungskosten für die Balkone aber ausschließlich von den Eigentümern zu tragen, die den jeweiligen Balkon ausschließlich nutzen.

Daher geht auch der Bundesgerichtshof davon aus, dass die anderslautenden Beschlüsse nicht haltbar sind. Gerade weil die Balkone nur von einzelnen Eigentümern genutzt werden, sollen nach der Teilungserklärung auch nur diese Eigentümer zu den Kosten der Sanierung herangezogen werden. Diese Überbürdung der Kosten auf einzelne Wohnungseigentümer wird in der Teilungserklärung auch nicht auf das Sondereigentum beschränkt, sondern betrifft den gesamten Balkon und damit auch die im Gemeinschaftseigentum stehenden Balkonteile.

Die Eigentümer der Wohnungen ohne Balkone sollen von den Sanierungskosten aller Balkonteile befreit sein, da diese Kosten bei einer Bauweise ohne Balkone gar nicht erst angefallen wären. Dass manche der Sanierungsmaßnahmen, die beispielsweise den Eintritt von Feuchtigkeit ins Mauerwerk verhindern, dem gesamten Gebäude zugutekommen können, spielt daher in diesem Zusammenhang keine Rolle (BGH, Urteil vom 16.11.2012, V ZR 9/12, NZM 2013 S. 88).

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