Wenn der falsche Eigentümer zur Versammlung geladen wurde

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...berechtigt das nicht in jedem Fall zur Anfechtung eines Beschlusses. Wenn Sie eine Wohnung verkaufen, müssen Sie oder der neue Eigentümer dem Verwalter die neuen Eigentumsverhältnisse ordnungsgemäß mitteilen.

Ein Wohnungseigentümer verkaufte seine Wohnung und teilte den Verkauf dem Verwalter mit. Weder der Verkäufer noch der Käufer informierten den Verwalter in geeigneter Weise (z. B durch Übersendung des Grundbuchauszugs) über die Umschreibung der Wohnung auf den neuen Eigentümer. Infolgedessen lud der Verwalter zu einer Eigentümerversammlung den Alteigentümer statt des neuen Eigentümers.

Gegen auf dieser Versammlung gefasste Beschlüsse geht nun eine Wohnungseigentümerin vor, da sie die Beschlüsse aufgrund der fehlerhaften Ladung für anfechtbar hält.

Das Landgericht verneinte eine Anfechtbarkeit der Beschlüsse. Dass der neue Wohnungseigentümer hier nicht geladen wurde, ist ausnahmsweise unerheblich und jedenfalls kein Grund für eine Anfechtung. Denn der Verwalter hat den alten Eigentümer nur geladen, weil er den neuen Eigentümer nicht kannte. Auch wenn er von dem Verkauf wusste, ist der Verwalter noch lange nicht dazu verpflichtet, von sich aus das Grundbuch zu prüfen, ob und wann ein Eigentümerwechsel stattgefunden hat und wie der neue Eigentümer heißt (LG München I, Urteil vom 22.2.2013, 36 T 1970/13

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