WEG: Belege sind beim Verwalter einzusehen

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Der Verwalter muss die Belege rechtzeitig zur Verfügung stellen. Er darf einen Wohnungseigentümer nicht darauf verweisen, Belege beim Beirat einzusehen. Andernfalls droht die Ungültigkeit der Jahresabrechnung.

Eine Wohnungseigentümerin wollte vor der Beschlussfassung über die Jahresabrechnung die Abrechnungsunterlagen bei der Verwaltung einsehen. Dies ermöglichte der Verwalter ihr nicht. Er führte vielmehr an, dass die Belege derzeit beim Belegprüfer - einem Beiratsmitglied - seien. An diesen könne sie sich wegen einer eventuellen Einsichtnahme wenden. Daraufhin hat die Wohnungseigentümerin den Beschluss über die Abrechnungen angefochten.

Das Landgericht Itzehoe gibt der Wohnungseigentümerin Recht. Der Beschluss über die Genehmigung der Gesamtabrechnung und die Einzelabrechnungen ist für ungültig zu erklären.

Nach dem Gesetz hat jeder Wohnungseigentümer das Recht, die Belege rechtzeitig und grundsätzlich auch in den Geschäftsräumen des Verwalters einzusehen, um die Abrechnungen in aller Ruhe zu prüfen. Gründe, die hier ausnahmsweise einen anderen Ort zur Einsichtnahme rechtfertigen, hat die Verwaltung nicht angeführt. Allein die Tatsache, dass die Belege gerade beim Belegprüfer sind, ist kein Grund für eine solche Ausnahme. Im Gegenteil, die Verwaltung hätte hier dafür Sorge tragen müssen, dass die Belege rechtzeitig vor der Eigentümerversammlung wieder zurück gewesen wären (LG Itzehoe, Urteil vom 17.9.2013, 11 S 93/12, ZMR 2014 S. 144).

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