WEG: Bei der Bestellung des Verwalters müssen die Eckpunkte des Vertrags klar sein

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Wohnungseigentümer müssen zumindest die Laufzeit des Vertrages und die Vergütung des Verwalters kennen. Sonst entspricht die Bestellung des Verwalters keiner "ordnungsgemäßen Verwaltung", da die Eigentümer bei der Beschlussfassung nicht wissen, zu welchen Konditionen der Verwalter bestellt wird.

Eine Wohnungseigentümergemeinschaft hatte den bisherigen Verwalter erneut bestellt. Allerdings sollte der neue Verwaltervertrag explizit zu anderen Konditionen ausgehandelt werden als der bisherige. Zum Zeitpunkt der Bestellung stand insbesondere die Vergütung des Verwalters als zentraler Punkt des Verwaltervertrags nicht fest. Hiergegen ging ein Eigentümer vor.

Der Bundesgerichtshof entschied, dass in derselben Eigentümerversammlung, in der der Verwalter bestellt wird, auch die Eckdaten des Verwaltervertrags zu klären sind. Nur in absoluten Ausnahmefällen kann hiervon übergangsweise abgewichen werden zum Beispiel, wenn andernfalls eine verwalterlose Zeit droht. Das war hier nicht der Fall.

Zwar war die Kenntnis der Kernpunkte des Vertrags hier für einen Vergleich der Angebote mehrerer Verwalter nicht notwendig, da der amtierende Verwalter wiederbestellt werden sollte. Allerdings sollte er nicht zu den bisherigen Konditionen weiterarbeiten. Daher konnten die Eigentümer seine Bestellung nur beschließen, wenn sie wussten, auf welche Eckpunkte sie sich damit einließen (BGH, Urteil vom 27.2.2015, V ZR 114/14, NJW 2015 S. 1378).

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