Verwaltervergütung: Nicht für leerstehende Wohnungen

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Orientiert sich die Vergütung des Verwalters laut Vertrag an der Sollmiete, sind nur die vermieteten Wohnungen maßgeblich. Leerstehende Wohnungen sind bei der Berechnung der Bruttowarmsollmiete dagegen nicht zu berücksichtigen.

Ein Verwalter, dessen Vertrag zuvor von der Eigentümergemeinschaft gekündigt worden war, geriet mit der Eigentümergemeinschaft anschließend in eine Auseinandersetzung über die Höhe seiner Honorarforderungen. Nach dem Verwaltervertrag sollte die Vergütung des Verwalters einem bestimmten Prozentsatz der monatlich hereinkommenden Bruttowarmsollmiete entsprechen.

Der Verwalter verlangte in der Folge auch für leer stehende Wohnungen Honorar. Denn unter Immobilienfachleuten und auch im Steuerrecht umfasst der Begriff der Bruttowarmsollmiete auch leer stehende Wohnungen. Die Eigentümergemeinschaft stellte sich dagegen auf den Standpunkt, dass nur die tatsächlich vereinbarten Mieten für die Berechnung des Verwalterhonorars heranzuziehen sind. Eine Definition der Bruttowarmsollmiete fehlt im Vertrag.

Das Kammergericht Berlin gab der Eigentümergemeinschaft Recht. Die Eigentümergemeinschaft musste nicht davon ausgehen, dass der Begriff auch erzielbare Mieten umfasse und der Verwalter auf diesem Wege auch für leer stehende Wohnungen ein Honorar erhalten solle. Vielmehr sind nur die in einem Mietvertrag vereinbarten Mieten für die Berechnung des Verwalterhonorars heranzuziehen, da nur diese Mieten tatsächlich eingenommen werden (KG Berlin, Urteil vom 27.9.2012, 20 U 221/11 ).

Soll Ihre Vergütung als Verwalters auch die erzielbaren Mieten leer stehender Wohnungen beinhalten, sollten Sie das explizit in den Vertrag aufnehmen.

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