GmbH kann zur Verwalterin einer WEG bestellt werden

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Nicht die Rechtsform, sondern die Bonität ist bei der Bestellung eines Verwalters entscheidend. Nur wer über ausreichende finanzielle Mittel verfügt und im Haftungsfall ausreichende Sicherheiten bietet, darf zum Verwalter einer Wohnungseigentümergemeinschaft bestellt werden. Dabei haben die Wohnungseigentümer einen Beurteilungsspielraum.

Der Geschäftsführer einer Unternehmergesellschaft, die erst wenige Monate zuvor errichtet worden war, bot seine Dienste als Verwalter durch eine haftungsbeschränkte Unternehmergesellschaft an. Er führte an, seit langem als Verwalter tätig zu sein. Allerdings war er weder bereit, die persönliche Haftung für die Gesellschaft zu übernehmen, noch wies er eine Haftpflichtversicherung nach. Die Stammeinlage der Gesellschaft betrug gerade 500,00 €.

Der Bundesgerichtshof entschied, auch wenn diese Anhaltspunkte allein nicht zwingend auf eine fehlende Bonität der Unternehmergesellschaft schließen lassen, sind sie doch geeignet, Zweifel aufkommen zu lassen. Zweifel daran, ob die Unternehmergesellschaft überhaupt über ausreichende finanzielle Mittel verfügt, ihre Aufgaben als Verwalterin ordnungsgemäß erfüllen zu können. Darüber dürfen sich die Wohnungseigentümer nicht einfach hinwegsetzen. Sie müssen solche Zweifel vor der Bestellung zum Verwalter ausräumen. Wie sie das tun, bleibt ihnen selbst überlassen (BGH, Urteil vom 22.6.2012, V ZR 190/11, NJW 2012 S. 3175).

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