Bei schriftlich getroffenen Entscheidungen müssen alle zustimmen

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WEG: Grundsätzlich können Angelegenheiten, die die Verwaltung des gemeinschaftlichen Eigentums betreffen auch außerhalb der Eigentümerversammlung beschlossen werden.

Einer Wohnungseigentümergemeinschaft fehlte es in der Eigentümerversammlung an der gesetzlich vorgeschriebenen Mehrheit. Kurzerhand wurden die noch fehlenden Stimmen auf schriftlichem Wege eingeholt.

Das Landgericht München ließ diese Vorgehensweise nicht gelten. Die vom Gesetz geforderte sogenannte Allstimmigkeit (§ 23 Abs. 3 WEG) darf nicht außer Acht gelassen werden. Ein außerhalb der Eigentümerversammlung gefasster Beschluss ist daher nur gültig, wenn alle Wohnungseigentümer ihre Zustimmung zu diesem Beschluss schriftlich erklären (LG München I, Beschluss vom 18.7.2013, 36 S 20492/12 ).

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