Zur Kontrollpflicht des Eigentümers von Straßenbäumen

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Der Eigentümer von Straßenbäumen haftet, wenn er Bäume bei Wachstumsauffälligkeiten nicht regelmäßig kontrolliert und pflegt.

Ein Autofahrer fuhr durch ein Waldgebiet. Plötzlich kam es durch einen Astbruch zu einem Unfall , den der Mann nicht verhindern konnte. Er selbst blieb dabei zwar unverletzt. Doch an seinem Pkw entstand ein Schaden in Höhe von 6.600 Euro. Er warf dem Waldeigentümer (hier: ein staatlicher Forstbetrieb) vor, den Baumbestand nach einem schweren Unwetter nicht ausreichend kontrolliert zu haben und verlangte Schadensersatz. Der Waldeigentümer sah seine Verkehrssicherungspflichten nicht verletzt. Die Rotbuche sei äußerlich unverletzt gewesen.

Nach Ansicht des Landgerichts Coburg hat der Autofahrer Anspruch auf Schadensersatz von rund 6.600 Euro. Der Waldeigentümer hat seine Kontrollpflichten verletzt. Auch gesunde Straßenbäume müssen untersucht und gesichert werden, wenn Wachstumsauffälligkeiten vorliegen. Laut Sachverständigengutachten war die Rotbuche tatsächlich gesund. Doch wies der Baum Schwachstellen im Kronenaufbau auf. Deshalb bestand Astbruchgefahr, was für Forstmitarbeiter leicht erkennbar war. Da keine weiteren Kontroll- und Sicherungsmaßnahmen veranlasst wurden, haftet der Waldeigentümer (LG Coburg, Urteil vom 16. 1. 2008, Az. 12 O 471/06).

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