Wer einen Massagetermin unentschuldigt versäumt, muss zahlen

 - 

Wer einen vereinbarten Massagetermin versäumt, muss beweisen, dass es ihm nicht möglich war, die Massagepraxis zu besuchen (z. B. durch ein ärztliches Attest). Gelingt dies nicht, muss er die Anwendung gleichwohl bezahlen.

Einer Patientin verordnete ein Arzt zehn Massagen. Neun der zehn Termine wurden in einer Massagepraxis durchgeführt. Der letzte Termin an einem Montag verstrich ungenutzt, die Frau erschien nicht zum vereinbarten Zeitpunkt. Wenig später erhielt sie jedoch die Rechnung über zehn Behandlungstermin. Die Kundin wollte jedoch nur neun bezahlen. Sie sei sonntags an Migräne erkrankt und habe noch an diesem Tag vergeblich versucht, den Termin abzusagen. Der Anrufbeantworter in der Praxis habe lediglich die Öffnungszeiten durchgegeben. Am Montagmorgen habe sie erneut angerufen, um den Termin zu verlegen. Darauf habe sich das Praxisteam aber nicht eingelassen.

Das Amtsgericht München gab dem Masseur Recht. Dieser durfte alle zehn Behandlungen in Rechnung stellen - also auch den ausgefallenen Massagetermin. Wer es versäumt, einen fest vereinbarten Termin wahrzunehmen, muss ihn gleichwohl bezahlen.

Ausnahme: Dem Kunden war es tatsächlich unmöglich, zu kommen. Das muss dieser aber beweisen, zum Beispiel durch ein ärztliches Attest. Dies wurde hier aber nicht vorgelegt (AG München, Urteil vom 1. 4. 2009, Az. 163 C 33450/08).

Weitere News zum Thema

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Rechtstipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Rechtstipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.