Wehren Sie sich gegen unerwünschte Telefonwerbung!

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Wenn Telefonwerbung nervt, sind Sie als Kunde nicht schutzlos. Sie können sich dem "Telefonterror" der Anbieter erfolgreich widersetzen, wie ein aktuelles Urteil des Landgerichts Coburg zeigt.

Eine Versandhandelskundin wurde wiederholt mit ungebetenen Werbeanrufen behelligt. Ebenso häufig widersprach sie der Telefonwerbung ausdrücklich und forderte die jeweiligen Anrufer auf, dies künftig zu unterlassen. Ohne Erfolg. So suchte sie schlussendlich Hilfe bei der Verbraucherzentrale. Diese mahnte das Unternehmen ab und klagte auf Unterlassung derartiger Anrufe. Und zwar nicht nur bei der einen Kundin, sondern bei allen, die nicht in Werbeanrufe eingewilligt haben.

Das Landgericht Coburg entschied, die Kundin wurde durch die Telefonwerbung unzumutbar belästigt. Verbraucher müssen den "Werbe-Klingel-Terror" nicht hinnehmen. Es verbot dem Versandhaus deshalb generell, Verbraucher unter ihrer privaten Telefonnummer anzurufen, um ihnen Waren anzubieten. Ausnahme: Ein Kunde hat vorher in die Telefonwerbung ausdrücklich eingewilligt. Verletzt das Unternehmen diese Verbot, drohen jetzt jedes Mal bis zu 250.000 Euro Ordnungsgeld (LG Coburg, Urteil vom 13. 12. 2007, Az.1 HK O 37/07).

Wenn Sie Ärger mit unerlaubter Werbung oder mit untergeschobenen Verträgen haben, informieren Sie sich in Gruppe 3 der "Rechtstipps" über Ihre Möglichkeiten, sich erfolgreich dagegen zu wehren.

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