Was gilt im Schadensfall, wenn man für jemanden Sachen verwahrt?

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Wer anderen einen Gefallen tut, muss in aller Regel nicht dafür einstehen, wenn er dabei einen Schaden anrichtet. Es sei denn, er handelt grob fahrlässig oder vorsätzlich. Dann tritt die Haftpflichtversicherung ein.

Die Besitzerin einer Gartenlaube hatte für einen Bekannten Möbel in ihrer Laube aufbewahrt. Dieser hatte kurzfristig keine Wohnung. Als die Frau in der Gartenlaube den Ofen anheizen wollte, fing die Laube Feuer und wurde komplett zerstört. Ebenso die eingelagerten Gegenstände. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von 8.500 Euro. Die Haftpflichtversicherung lehnte die Schadensregulierung ab. Sie verwies auf ihre Versicherungsbedingungen. Danach sind Schäden ausgeschlossen, die an Gegenständen eines Verwahrungsvertrages entstehen.

Die Richter am Oberlandesgericht Brandenburg werteten das Lagern der Möbel in der Laube jedoch nicht als Verwahrungsvertrag. Sie sahen darin eine reine Gefälligkeit. Die ist nach den Versicherungsbedingungen zwar versichert. Aber nur, wenn der Schaden grob fahrlässig oder vorsätzlich verursacht wurde. Bei leichter Fahrlässigkeit muss weder die Frau noch deren Haftpflicht bezahlen (OLG Brandenburg, Urteil vom 11. 6. 2008, Az. 4 U 139/07).

Weitere Informationen zur rechtlichen Seite von Gefälligkeiten im Alltag und zur Nachbarschaftshilfe erhalten Sie in der Gruppe 7 der "Rechtstipps".

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