Ware im Supermarkt muss einsehbar und stabil gelagert werden

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Ein Supermarkt muss seine Ware in den Regalen so aufbauen, dass auch Kunden mit geringer Körpergröße Produkte aus höheren Regalen gefahrlos herausnehmen können.

Eine Kundin verlangte Schadensersatz vom Betreiber des Supermarktes. Die Frau war von einer herabfallenden Konservendose getroffen worden und erlitt dadurch eine schwere Augenverletzung. Die Kundin war 1,50 Meter groß und hatte aus einem 1,70 Meter hohen Hochregal die Dose herausgezogen. Dem Supermarktbetreiber warf sie vor, kleineren Kunden nicht ausreichend Einsichtsmöglichkeit zu gewähren und die Ware instabil gelagert zu haben.

Die Richter am Oberlandesgericht Brandenburg sprachen ihr den Schadensersatz zu. Der Supermarktbetreiber hat seine Verkehrssicherungspflicht verletzt. Denn Kunden sind vor bestimmten Gefahren zu schützen. So muss beispielsweise die Ware so präsentiert und gelagert werden, dass auch ein Kunde von geringer Körpergröße sich nicht gefährdet, wenn er nach dem Produkt greift. Für Konservendosen in Regalen gilt somit: Sie müssen gut einsehbar sein und stabil gelagert bzw. gestapelt werden (OLG Brandenburg, Urteil vom 6. 7. 2010, Az. 11 U 29/09).

 

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