Versicherung: Wer bei der Schadensmeldung schummelt, verliert alles

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Wer bei seiner Wohngebäudeversicherung nach einem Wasserrohrbruch Handwerkerrechnungen einreicht, die mit dem eigentlichen Schadensfall nichts zu tun haben, begeht eine arglistige Täuschung. Dabei kostet allein der Versuch, zu betrügen, den gesamten Versicherungsschutz.

In einer Altbauwohnung kam es zu einem Wasserschaden nach einem Rohrbruch. Der Wohnungseigentümer reichte bei seiner Wohngebäudeversicherung Handwerkerrechnungen in Höhe von rund 12.000 Euro ein.

Darunter fanden sich zwei Rechnungspositionen für den Austausch einer Duschwanne und zweier verrosteter Heizkörper. Kostenpunkt ca. 1.900 Euro. Diese Reparaturen waren aber nicht die Folge des Wasserschadens, vielmehr waren die Gegenstände schon vorher reparaturbedürftig gewesen. Der Täuschungsversuch flog auf, und die Versicherung verweigerte daraufhin die gesamte Schadensregulierung.

Das Oberlandesgericht Celle gab ihr recht. Der Mann hat den Leitungswasserschaden als Anlass zu einer Komplettsanierung genommen. Er wollte für Reparaturen kassieren, die nicht durch den Wasserschaden verursacht waren. Darin liegt der Versuch einer arglistigen Täuschung. Dieser berechtigt die Versicherung die Leistung komplett zu verweigern.

Folge: Der Versicherer muss auch für den tatsächlichen Schaden nicht aufkommen (OLG Celle, Urteil vom 25. 2. 2010, 8 U 86/09, VersR 2010 S. 1312).

 

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